Der 1975 erschienene W123 wurde in fast 2.700.000 Exemplaren produziert und war vor allem dank seiner Solidität und der Zuverlässigkeit seiner Benzin- und Dieselmotoren ein großer Erfolg. Für die damalige Zeit technisch sehr ausgereift, konnte er optional mit einem Airbag, Gurtstraffern vorn, ABS, Klimaanlage, Niveauregulierung oder Tempomat ausgestattet werden. Die Sicherheit des Fahrgastraums wurde durch eine verstärkte Dachkonstruktion verbessert, der Kofferraum und die Motorhaube wurden zu verformbaren Teilen zur Stoßdämpfung. Die Lenksäule verschiebt sich bei einem Unfall nicht mehr nach vorne in den Fahrgastraum, wodurch das Verletzungsrisiko für den Fahrer begrenzt wird, was heute üblich ist. In den 1970er Jahren war es eine echte Revolution. Es wird in drei Hauptausführungen erhältlich sein: Die Typ W123 Limousine, Typ S123 Break und Typ C123 Coupé. Zwei weitere Versionen werden für eine seltenere Verwendung hergestellt: der um 63 cm längere Limousinentyp V123 und der verlängerte Break-Typ F123, der als Basis für Krankenwagen oder Leichenwagen dient. Bei den Motoren gibt es Benzinmotoren mit Vergaser oder Einspritzung, vom 2,0-l-4-Zylinder bis zum 2,8-l-6-Zylinder. Diesel haben ebenfalls einen großen Stellenwert im Sortiment, da Mercedes ein Pionier dieses Motortyps in Personenkraftwagen ist. Die Marke wird einen 2,0-/2,2- oder 2,4-Liter-Vierzylindermotor sowie einen 3,0-Liter-5-Zylinder-Saugmotor oder Turbo anbieten. Das Jahr 1985 läutete das Ende der Limousinen und Coupés ein, und 1986 endete auch der 123 mit der Freigabe der letzten Kombis aus der Produktion. Er wird durch die ebenso legendäre E-Klasse Typ W124 ersetzt.